08.04.2017 | Viele Schüler wissen bereits, wie es weitergehen soll

Beim Tag der Berufsorientierung an der Längenfeldschule informieren sieben Betriebe aus der Region über Ausbildungsmöglichkeiten

Foto: sz- seli

Azubi Kevin Frischmann (links) sowie Thomas Buck von der Firma Mundal zeigen den Schülern, was ein Metallbauer macht.

Bäcker, Kauffrau, Friseur, Mechatroniker – das sind Berufe, die jeder Schüler kennt. Da es in der Region jedoch viele weitere Ausbildungsmöglichkeiten gibt, bietet die Längenfeldschule regelmäßig einen Tag der Berufsorientierung an. Sieben Betriebe haben sich den Acht-, Neunt- und Zehntklässlern der Schule am Freitag vorgestellt und Fragen beantwortet.

Neben dem Lackierzentrum Ott und der Spedition Stöhr waren auch die Firma Mundal, die St. Elisabeth-Stiftung sowie die Klosterbetriebe aus Untermarchtal, REWE Ehingen und der Firmenverbund Mühlen-Kaufmann-Eggert vertreten. Die Schüler teilten sich in kleine Gruppen auf und verbrachten je eine halbe Stunde mit einem Betrieb. Diese verteilten sich auf die Räume des Mensagebäudes der Schule. „Wir wollen Firmen aus der nächsten Umgebung vorstellen. In den Kleingruppen trauen sich die Schüler vielleicht eher, Fragen zu stellen und die Vertreter der Betriebe können so individueller auf die Schüler eingehen“, sagte Schulleiter Max Weber, der Wert darauf legt, Vertreter aus verschiedensten Berufssparten beim Orientierungstag dabei zu haben. „Für die Firmen ist es jedes Jahr ein Anliegen, wieder dabei zu sein. Sie kommen immer wieder gerne zu uns. Wir wollen die einzelnen Betriebe auch gerne etwas durchwechseln“, betonte Weber.

Eine gute körperliche Verfassung ist Voraussetzung

Zum ersten Mal stellten sich die Klosterbetriebe aus Untermarchtal vor. „Ich bin vor 30 Jahren so gesehen an der gleichen Stelle gesessen, wie ihr heute“, grüßte Fleischermeister Christian Ege, der den Schülern die möglichen Ausbildungsberufe der Klosterbetriebe Untermarchtal vorstellte. Sowohl für den Beruf des Kochs, des Fleischers, des Altenpflegers sowie des Landwirts sei eine gute körperliche Verfassung eine wichtige Voraussetzung. Da von den Schülern nur zaghaft Fragen gestellt wurden, fragte Ege in die Runde, was sie nach dem Schulabschluss gerne arbeiten wollen. „Ich werde die zehnte Klasse abschließen und dann das Berufskolleg besuchen“, sagte eine Schülerin. „Ich werde eine Ausbildung zum Chemielaborant machen“, sagte ein Mitschüler. „Und ich werde etwas mit Metall machen“, antwortete sein Nebensitzer. Auch in den anderen Gruppen hatten die Schüler zum großen Teil bereits konkrete Vorstellungen, wie es nach der Schule weitergehen soll. Doch die Betriebe konnten trotzdem viele Fragen beantworten und informierten vor allem über Berufsmöglichkeiten, welche die Schüler noch gar nicht in Betracht gezogen hatten.

„Wir wollen bei den Schülern das Bewusstsein schaffen, dass auch die Ausbildung zum Berufskraftfahrer etwas Lukratives sein kann“, informierte Stephanie Steinwender von der Spedition Stöhr. In dieser Branche seien Fachkräfte derzeit sehr gefragt. „Als Berufskraftfahrer werdet ihr sowohl im Lager wie auch in der Werkstatt eingesetzt. Man sollte sich jedoch auf der Landkarte von Deutschland auskennen“, nannte Steinwender eine der Voraussetzungen für die Ausbildung.

(Schwäbische Zeitung, 08.04.2017)