06.04.2019 | Firmen werben um Azubis von morgen

Auch bei der Spedition Denkinger informierten sich die Schüler. (Foto: SZ- kö)

Schüler der Jahrgangsstufen acht, neun und zehn der Längenfeldschule und der Hermann-Gmeiner-Schule haben sich am Freitag über Ausbildungsplätze bei der Spedition Denkinger, beim Möbelhaus Borst, bei Sappi, bei der Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß, beim Kloster Untermarchtal, bei der St.-Elisabeth-Stiftung und bei Peter Banderitsch informiert. Dank der umfassenden Informationen zur Berufsfindung in der Schule und durch Praktika haben viele schon konkrete Vorstellungen von ihrem zukünftigen Beruf: Mechatroniker, Lehrer, Landwirt oder Altenpfleger wollen sie werden.

Mit heißen Ohren hörten die Jungen bei Niklas Bamberger zu, der ihnen die Tätigkeit als Lastwagenfahrer beschrieb, was ein solcher können muss, dass er Spaß an der Technik haben muss, pünktlich und freundlich sein soll und an einem Arbeitstag 400 bis 1000 Kilometer fährt. Der Azubi bei Sappi wechselt alle zwei bis vier Wochen die Abteilung, wenn er Papiertechnologe lernt, und verdient im ersten Lehrjahr 1037 Euro brutto. In Gernsbach hat man in der Berufsschule 16 Wochen Blockunterricht im Jahr. „Das ist ganz toll, da lernt man Kollegen aus ganz Deutschland kennen“, erzählte Kenneth Leitka, Azubi im ersten Lehrjahr. „Plastik wird immer verpönter, man ersetzt immer mehr durch Zellstoff“, erklärte Christian Geiß den Schülern. Klaudia Magalas von der Raiffeisenbank Ehingen-Hochsträß war selbst Schülerin der Längenfeldschule und ist jetzt im zweiten Lehrjahr, auch sie wechselt die Abteilungen häufig. Am liebsten ist sie am Schalter. Toll findet sie auch das 13. und 14. Gehalt in der Bank. Vier Azubis werden dort jedes Jahr eingestellt. „Gute Noten, eine tolle peppige Bewerbung, eben anders als andere Bewerbungen“, sagte Daniel Post zu den Anforderungen.

Andreas Banderitsch zeigte den faszinierten Schülern, wo seine Mitarbeiter neuartige Fassaden angebracht haben. 60 Monteure sind unterwegs und bringen mit Hilfe von Hebebühne oder Gerüst Alu- oder Stahlblechfassaden an größeren Gebäuden an. Im Kloster Untermarchtal kann man den Beruf des Kochs, des Metzgers, des Bäckers, der Hauswirtschafterin oder des Altenpflegers lernen. „Deutsche Köche, Metzger und Bäcker sind weltweit gesucht“, erzählte Christian Ege den staunenden Schülern. „Muss man auch Dreisatz können?“, fragte Tim. Ege hatte einige Gewürze wie Nelke, Paprika, Knoblauch mitgebracht, an denen die Kinder schnuppern und sie erraten sollten.

Am meisten wussten sie bereits von der Tätigkeit im Möbelhaus Borst durch Praktika. „Ware auspacken, auszeichnen, dekorieren und verkaufen gehört zu den Aufgaben“, erklärte Stefanie Kaufmann.

(Schwäbische Zeitung, 06.04.2019)